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| Sammelsurium |
| Der
Putzteufel |
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Bei diesem Spezies sind stets die Fransen des
Teppichs gekämmt und gerade ausgerichtet, im Winter fliegt er mit allen anderen zum
Klopfen in den Schnee. Alles ist clean, hygienisch einwandfrei und steril, man könnte vom
Fußboden essen. Es ist für ihn eine Befriedigung in Filzpantoffeln durch die Wohnung zu
schreiten.
Der Putzteufel ist kein Tierfreund, er besitzt keine Haustiere sondern nur Fische in einem
Aquarium, denn er befindet sich ständig auf der Jagd, nach Spinnen und Fliegen in der
Wohnung, Raupen und Schnecken im Salat. Er geht sehr gerne zum Essen in ein gepflegtes
Restaurant, um seine Küche zu schonen.
Gardinen gibt es bei ihm speziell für die Sommer- und die Winterzeit. Bei Regen werden
die Rolläden herab gelassen um die Fenster vor Nässe zu schonen, bei Sonnenschein um den
Staub nicht sehen zu müssen, da der Putzteufel sonst nervös wird.
In seiner Freizeit putzt er das Tafelsilber, bügelt die Slips und kontrolliert die
Toilette mit einem Handspiegel. Nachts liegt er steif im Bett und hasst Sex, da er Angst
hat dabei Staub aufzuwirbeln. |
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| Die Schlampe |
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Wenn sie ein spannendes Buch in die Hand
bekommt, taucht sie ab und läßt die Wollmäuse miteinander kommunizieren, sich austoben
und vermehren. Sie nimmt sich Zeit, benutzt alle Räume ihrer Wohnung, sieht alles
positiv, ist naturverbunden und meint allzuviel Sterilität schadet dem Immunsystem.
Restliche im Salat befindlichen Insekten, die durch das Waschen nicht entfernt wurden,
sind für sie notwendige Proteine, gut für Haut und Haar.
Die Wäsche wird bei ihr auch schon einmal mit der Hand gebügelt, d.h. glatt gestrichen,
sie schüttelt die Wäsche tüchtig aus und erspart sich dadurch den Weichspüler. Bei
Sonne läßt sie die Rolläden herunter, nicht um die Vorhänge zu schonen, sondern um den
Staub zu schonen. So denkt sie:
"... heute ist ein schöner Tag, zum Putzen viel zu schade. Warten wir -vielleicht
ist es morgen schlechter, wenn nicht, dann übermorgen."
Ein unaufgeräumtes Wohnzimmer verbreitet für sie Gemütlichkeit, wenn es gar zu schlimm
ist schaltet sie nur eine Tischleuchte an oder dimmt die Raumbeleuchtung
Grosse Schubladen sind für sie immer praktisch. Bei Überfällen von Freunden und
Bekannten lassen sich sämtliche Unterlagen und sonstige Gegenstände "Ruck
Zuck" verstauen und wegzaubern.
Nach einer psychologischen Studie hassen Einbrecher den schlampigen Typ, da sie in dem
Chaos erst ihr Diebesgut suchen müssen.
Sollte zu wenig Geschirr im Schrank sein, da es noch nicht gespült wurde, so beauftragt
sie den Pizza-Service oder fährt zu Mc Donalds Drive-in.
Die Schlampe ist sehr tierlieb, sie kann sich über einen sich vor Nässe schüttelnden
Hund nur schlapplachen. |
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